Madem. de la Roche - für - I)sn,' Tochter desPrinzen von Conti von der ältesten Tochter des erstenPrinzen vom Geblüt ausgenommen, kein einzigerSprößling des königlichen Hauses weder männlichennoch weiblichen Geschlechts da war, der nicht in ge-rader Linie von den Kindern der Liebe des Königs undder Frau von Montespan abstammte, und von dem sienicht Mutter oder Großmutter war. Zwar stammtedie Herzogin du Maine nicht von ihr ab, aber sic hat.te doch den Sohn der Frau von Montespan zumGemahl.
Die einzige Tochter des Königs von Frau de laBalliere vermählte sich mit dem ältesten der beydenPrinzen Conti, hatte aber keine Kinder mit ihm.Es war dem Könige unerträglich, daß die Familiedieses Prinzen vom Geblüt allein nicht mit Bastard-"blut verunreinigt war, und erbrachte es gegen das En-de noch dahin, daß die zweyte Generation damit in-ficirt wurde.
Dieß war die Prinzessin , welche der Prinz vonOranicn so schimpflich verschmähte, weßwegen er denKönig sich zum Feinde machte, und ihn durch alle seineBemühungen, durch Nespect, Demuth, Entgegen-kommen nicht versöhnen konnte. So wurde dieserberühmte Prinz, fast gezwungen, der gefährlichsteFeind des Königs und des Reichs, und diese Feind-schaft wurde die unglückseligste Quelle aller der Allian-zen und Kriege, unter denen der König fast ganz er-lag ; und alles dieses Unheil verursachte das Bastar-dengeschlecht, das man nur allzu schicklich eine Un-glücksbrut nennen kann.
Das reinste Blut unserer Könige, ja ich kannkühnlich sagen, der ganzen Welt mit der Asterbrut ei-nes doppelten Ehebruchs zu vermischen, schien ordent-lich das stäte Augenmerk des Königs zu seyn. Ec
hatte