nehmen Folgen vor, wenn man den Rauch röche undsie mußten diese Uebung aufgebe»; aber der Tabaks-rauch hatte sie verrachen. Der König gab ihnen denTag darauf deßwegen einen harten Verweis, worüberdie Prinzessin von Conti ttlumphirte. Unterdessenvermehrten sich die Zwistigkeiten und der König, wel-cher gehofft hatte, daß sie sich von selbst legen würden,war derselben ganz überdrüssig. Eines Abends nachTische nahm er zu Versailles die Prinzessinnen in seinCabinet und sprach deswegen ernstlich mit ihnen, in-dem er mit der Drohung schloß: wenn er noch einmaletwas von ihrer Uneinigkeit hörte, so wollte, er jedeeine Zeit lang auf ein Lustschluß schicken, wo sie sehrgut apfgchoben seyn würden. Dieß drang durch, ibreUneinigkeit legte sich und der Wohlstand vertrat dieStelle der Freundschaft.
XV.
Betrachtungen über die legitimirtmPrinzen.
Wir haben gesehen, wie die legitimirten Prin-zen, aus der Verworfenheit eines zwiefachen Ehebruchsentsprungen, zur Höhe des Ranges der Prinzen vomGeblüt, ja selbst zum höchsten Gipfel, zur Fähigkeitder Thronfolge emporstiegen, theils durch bloße Ge-wohnheit, theilS durch hinterlistige oder gcwalttha-tige Usurpation, theils gesetzlich durch Brevets, De-klarationen und Edicte. Die Erzählung aller dieserVorgänge würde allem ein Buch füllen und die Sanumlungder schriftlichen Documente ebenfalls. Sonderbar
ist, daffder König seinen Bastarden jedesmal solche Eh-renbezeigungen zuerst verweigert hakte, wiewohl er sie ih-nen nachher doch verwiliigte, und daß er seine Söhne nicht
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