womit sie auf ihre Schwestern zielte, dis seit kurzemeinigemal langer bey Tafel sitzen geblieben waren.Dreß hörte die Herzogin von Chartres und antworteteganz laut mit ihrer langsamen zitternden Stimme, siewolle lieber eine Trinkschwester seyn als sich mit Lum»penpack abgeben, womit sie auf Clermont und dieOfNciere der Leibgarde deutete, die ihretwegen theilScassirt, theilö entfernt worden waren.
Dieser Ausfall war so hart, daß die Prinzessinnichts darauf erwiederte; die Anekdote durchliefim Nu ganz Marl», von wo sie bald in Paris undüberall bekannt wurde. Die Herzogin, die mit vielAnmuth und Witz fatynschc riederchen zu machen ve»stand, dichtete in diesem Tone einige sehr witzige aufLisseu Vorfall. Der König, welcher der Zankereienmüde war, suchte sie bey diesem neuen Ausbruch ihrerAnimosität, den er von beyden Seiten zu heftig fand,zu versöhnen. Auch der Dauphin versucyre es, ergab ihnen zu Meudon ein Diner. Die Prinzessinvon Conti kam ganz allein und zuerst hin, die Vey-ten andern Schwestern in Gesellschaft Monsieurs,man sprach wenig, die Unterhaltung war steif undsie kamen zurück, wie sie hingegange» waren. Ge-gen das Ende dieses Jahres gab es zu Marly man-che Unruhen. Die Herzogin von Chartres und dieHerzogin, welche die Uneinigkeit mit der Prinze invon Conti zu freunden gemacht harte, aßen emeSAbends zu Marin, nachdem Der König zu Bette ge-gangen war, zusammen auf dem Zimmer der Herzoginvon Charrres im Schlosse. Der Dauphin spielte nochspat im Salon; als er zu Hause gehen wollte, kehrteer oey den Prinzessinnen ein und fand sie bey einemsonderbaren Zeitvertreib. Sie rauchten Tabak, wozuste sich die Pfeifen von der Schweizergarde hatte hoh-len lassen. Der Dauphin stellte ihnen die unange-