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In einer Ecke dieser Piere stand noch eine Tafelzu fünf oder sechs Couverts, an welche sich ohneAffectation bald die Einen bald die andern setzten, wel-che aber nur eine Nebentaftl war. Die Tafel des Kö-nigs siand naher gegen den Salondie andere näheran den Fenstern und an der Thüredurch welche nachAufhebung des Diners der König zu Frau von Main-tenon ging, die damals oft Mittags an der Taft! desKönigs« aber gn. keiner andern und dem Könige danngegenüber saß. Abends aber auf ihrem Zimmer speiste,(Gewöhnlich wurde rubls ronse gehalten )
Um den Vorfall zu verstehen, muß man sich dießalles vorstellen. Die Prinzessinnen waren noch nichtrecht von Herzen mit einander versöhnt und die Prin-zessin von Conti nährte einen geheimen Groll gegen,den Dauphin wegen seiner Neigung für die Choin,die sie wohl bemerkte, ohne doch ihren Unwillen äus-sern zu können. Vcy einem Diner, wo der Dauphinauf der Jagd war und die Prinzessin von Conti stattseiner, Tafel hielt, sing der König an ganz gegen seineso streng behauptete Gravität mit der Herzogin zuscherzen und mit ihr mit den Oliven zu spielen.
Dabey trank die Herzogin einige Gläser, derKönig that auch als wenn er einige Gläser mehr tränkeund dieser Scherz dauerte bis zum Nachtisch NachAufhebung der Tafel ging der König zu Frau vonMaintenon; als er be» der Prinzessin von Conti vor-bey ging, deren ernsthafte Miene ihm vielleicht auffiel,sagte er zu ihr.in einem ziemlich trocknen Tone: ihrErnst schicke sich nicht zu seiner und der HerzoginLustigkeit. Dieß mochte die Prinzessin verdrießen undals der König fort war, wandte sie sich zu Frau vonChatillon und sagte — eben in dem Augenblick der Ver>Wirrung, wo jeder noch einen guten Trunk that, —sie wolle liebe ernsthaft als eine Trinkschwestcr seyn;
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