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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
176
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daß sie für einen andern als für ihn gefühlt habe. Iy.dessen war ihr Herz für Nangis nicht unempfindliHgewesen und ihre Neigung wurde lebhafter. Nangiswar nicht undankbar, aber er fürchtete sich vor einemAusbruch und sein Herz war schon versagt. Frau dela Brilliere, die ohne Schönheit liebenswürdig wiedie Liebe und voller Grazie war, hatte an ihm eineEroberung gemacht. Die Eifersucht schärfte bald ih-ren Blick. Aber weit entfernt der Herzogin nachzu»geben, war sie erschlossen ihre Eroberung zu behaup»ten, ihr den Sieg streitig zu machen und zu entreißen.

Dieser Wettkampf setzte Nangis in die auffersteVerlegenheit. Er fürchtete die gereizte Eifersucht sei.uer Geliebten, deren Ausbruch er für möglicher hielt,als sr war; und ausserdem Laß er sie liebte, fürchteteer von einem solchen Bruche alles und sah, seine politi-sche Lage schon zu Grunde gerichtet. Auf der andernSeite war ihm seine Zurückhaltung gegen die Herzoginnicht weniger verderblich, er beleidigte eine Prinzessin,die so vi l vermochte, die einst Monarchin werdenkonnte, und die keiner Nebenbuhlerin weichen, die keinedulden würde. Diese Verwicklung gab, wer um disSache wußte, die mannichfaltigsten Austritte. Baldentdeckte die Aufmerksamkeit und Scharfsicht des Ho-fes die ganze so sorgfältig geheimgehaltene Intrigue,man wußte alles, aber aus Furcht oder Liebe gegen dieHerzogin, die man anbetete, schwieg man, sprach nurheimlich davon und bewahrte freywillig das Ge-heimniß.

Die Intrigue, tvobeh es von Seiten der Fraude la Vrilliere nicht ohne Erbitterung gegen die Her-zogin und bey dieser nicht ohne Eifersucht und einenstill gcäufferten Widerwillen gegen ste blieb , gab eine

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