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ljch wieder an die Feinde angeschloffen hatte/ konnteihre Zärtlichkeit gegen die Herzogin nicht im gering-sten mindern. Sie war die Seele des Hofes undund wurde von ihm angebetet; alle, Hohe und Nie-drige, suchten ihren Beyfall; wenn sie fehlte, so fehltealles und ihre Gegenwart brachte alles mit zurück;da sie in solcher Gunst stand, so setzte man auf sie vielVertrauen und ihr Betragen fesselte aller Herzen.
Von allen angebetet, war ihr Herz auch nicht un-empfindlich. Nangis, den wir jetzt als einen steifenMarschall von Frankreich kennen, war damals eingalanter Mann. Ein angenehmes Gesicht, ein schö-ner Wuchs ohne ausgezeichnet zu seyn, von seinerGroßmutter der Marschallin von Rochefort und vonseiner Mutter, der Frau von Blanzac, ehemaligenMeisterinnen der Kunst, zur Jntrigue und Galanterie er-zogen , und ganz jung in der großen Welt eingeführt,in welcher jene eine große Rolle spielten, hatte er keinanderes Bestreben, keinen andern Gedanken, als denDamen zu gefallen, ihnen zu schmeicheln und den Hofzu machen und die Liebenswürdigsten zu fesseln, under bestieß sich einer Galanterie, die sein Zeitalter unddas ganze Jahrhundert nicht mehr kannte. Niemandwar so allgemein beliebt wie er. Als Kind hatte erschon ein Regiment, und im Kriege hatte er vielThä-tizleit und Eifer und eine glänzende Tapferkeit ge<zeigt, welche die Damen besonders sehr rühmten, unddie für sein Zeitalter hinreichte. Er war an dem Hofedes Herzogs von Burgund sehr gelitten und genoßviel Auszeichnung.
Der Herzog, der seine Gattin leidenschaftlichliebte, war nicht der schöne Mann, wie Nangis;aber die Herzogin erwiederre seine Zärtlichkeit so gut,daß er nie in seinem Leben den Verdacht fassen konnte,
daß