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zu halten, sehr gut^gelernt und behalten, und im Pa.laisroyal, zu Saint Cloud war immer ein zahlreicherHof um ihn versammelt, bey dem viele altadelichLDamen. die' in der That anderswo nicht gern würdenausgenommen worden sey» und viele Spieler Zutrittfanden»
Die Vergnügungen dieses Hofes waren man»m'chfaltig: das Spiel, die Schönheiten der Gegend,Musik, Ueppigkeit der Tafel, Pracht und Größe mach»ken dem Aufenthalt aufferst angenehm. MadameKahm aber keinen Antheil daran, sie vertrieb sich inihrem Cabinerte die Zeit mir Betrachtung der Ge-tnählde von deutschen Prinzen, womit sie es hatte ta»peziren laßen, und schrieb ihnen ganze Stöße Briefe.
Uebrigens war Monsieur ein tapfrer Soldat,ep hatte die Schlacht bey Caffel gewonnen und immerbey verschiedenen Gelegenheiten viel körperliche Tapfer»keit gezeigt. Ausserdem hatte er aber alle schlimmeEigenschaften der Weiber, mehr Welt als Kopf,ynd war auch nicht des geringsten fähig. Niemandwar weicher an Geist und Körper , schwächer, furcht»sanier als er. Er ließ sich ganz von seinen Günstlin-gen beherrschen, die ihn verachteten und oft gefährlichmißbrauchten. Ec war unruhig, unfähig ein Ge-heimniß zu haben, mißtrauisch und voll Verdacht,stiftete Zank an seinem Hofe theils aus Neugierde theilsbloß zum Spaß. Bey allen diesen Fehlern, vonallen Tugenden verlaßen, ttaf er die schlechteste Wahlin Rücksicht seiner Günstlinge, die er mit Gejchenkcn,Reichthum und Ehre überhäufte und so seine Schandeselbst bekannt machte. Diese konnten alles von ihmerhalten, behandelten ihn oft mit. der größten Insolenzund machten ihm npch «ine vssMüßliche Arbeit, indem
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