zweifelte, daß die übrigen drey Tage des Aufenthaltsdaselbst sehr traurig vorübergehcq würden; aber denTag nach Monsieurs Tode hörten Hofdamen, die ge-gen Mittag ins Aparrement der Frau von Mainte-non traten, wo sich der König mit der Herzogin vonBurgund befand, in dem daranstoßenden Zimmer derFrau von Maintenon Opxrnarren singey.
Nachher als die Herzogin sehr traurig in einemWinkel des Zimmers saß, fragte der König die Frauvon Maintenon mit Befremden, warum sie so melan»chvlisch sey, suchte sie aufzumuntern und fing an mitihr und einigen Hofdamen, die er zur Unterhaltunghereinkommen ließ, zu spielen.
DaS war noch nicht alles; beym Weggehen vomDiner, sechs und zwanzig Sunden nach MonsieursTode, fragte der Herzog von Burgund den Herzogvon Montfort, ob er mjt ihm Brelan spielen wollte?„Brelan? rief Montfort mit den auffersten Erstau-nen; Sie vergessen sich, Monsieur ist fast noch„warm. — Um Vergebung, antwortete der Prinz,„ich habe es nicht vergessen; abex der König will nicht,„daß wir in Marly Langeweile haben sollen, er hat„mir befohlen, jedermann zum Spiel zu j ermuntern;,.und um ihnen Mukh zu machen, soll ich das erste„Beyspiel geben." Und sie spielten wirklich Brelan.
Der Frau von Majntenpn, die Monsieur garnicht geneigt gewesen war, war sein Tod sehr erwünschtund sie hatte Mühe sich betrübt zu stellen. Selbst wasder Wohlstand dabey betraf, verletzte sie gänzlich,zu jedermanns Aergerniß. Der Dauphin, der fürMonsieurs Freund galt, that sich nicht weniger Zwangan und ging schon den Tag darauf auf die Wolfsjagd.