hinzu / daß er für seinen Bruder sicher reden könnte;er selbst wäre viel zu ehrliebend, als daß er sie an sei,neu Bruder vermählt haben sollte, wenn er eines svs.chcn Verbrechens fähig wäre.
Madame wußte sich darnach zu richten. Sä»^ rwn war ihr erster Haushofmeister geblieben. Nach,vvd nach chat sie, als wenn sie sich um den Haushaltbekümmern wollte, welches Monsieur billigte undmachte Sürnon so viel zu schaffen , daß er sich genö-thigc sah, seine Stelle an Moret von Vaulonne gegendas Ende des I. »674 zu verkaufen.
II.
Charakteristik der zweyten GemahlinMonsieurs.
Die zweyte Gemahlin Monsieurs war eine Prin-zessin ganz von alten Sitten. Ehre, Tugend, Rangund Große ging ihr über alles, unerbittlich streng inRücksicht des Wohlstandes.
Es fehlte ihr nicht an Geist und was sie sah,sähe sie ganz durch. Freundschaftlich, treu, zuver-lästig wahr und gerad, war sie leicht einzunehmen undzu beleidigen, schwer z» besänftigen, derb und zu ge»fährlichen Ausbrüchen geneigt, ganz deutsch in ihrenSitten und offenherzig, ohne alle Schonung undDelikateste gegen sich selbst und andere, nüchtern,eigenstnnig und sonderbar.
Sie liebte leidenschaftlich Hunde und Pferde,die Jagd und die Schauspiele, war immer in Galla-kleidern, trug beständig eine Männerperücke und Reit-kleidcr und war über sechzig Jahr alt geworden, ohne
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