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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
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135
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saß die Liebe des Königs. Dieß benahm ihnen alleHoffnung auf die Zurückberufung des Chevaliers.

Dieser war vor seinem Verdruffe nach Italienu«d Rom geflohen. Ich weiß nicht, wer von dendreyen zuerst daraus gefallen war; aber der Chevalierschickte durch einen Voten, der vielleicht nicht wußte,was er brachte, seinen Freunden ein sichere? schnell-wirkendes Gift.

Madame war zu Saint Cloud. Seit einigerZeit pflegte sie zur Erfrischung Abends gegen 7 Uhrein Glas Cicorienwaffer zu trinken. Einer ihrer Be-dienten hatte eS zu machen, und setzte es nebst ihremGlase in einen Schrank in einem ihrer Vorzimmer.Das Cicorienwaffer befand sich in einem Geschirr vonPorcclan oder Fayence, und daneben stand gewöhnli-ches Wasser, um wenn Madame das Cicorienwafferzu bitter fände, es damit zu verdünnen. Durch die-ses Vorzimmer ging jedermann, wer zu Madame woll-te ;^,aber weil mehrere Vorzimmer gab, hielt sichniemand daselbst auf. Alles dieß hatte der MarquisD'Effiat sorgfältig ausgespaht.

Als er am 29. Iun. 1690 durch dieses Vorzim-mer ging, bot sich ihm der so lang gesuchte Augenblickdar. Niemand war in dem Vorzimmer, und wieer bemerkt hatte, kam auch niemand hinter ihm drein,der zu Madame wollte. Er schleicht also seitwärtszum Schranke hin, öffnet ihn und gießt den Gifctrankin das Geschirr. Er hört jemand kommen und greiftgeschwind nach dem Geschirr mit dem reinen Wasser.Eben als er es wieder hinstellt, kömmt der Bediente,der das Cicorienwaffer zu besorgen hatte, auf ihn zuund fragt ihn rasch, was er in dem Schranke wolle?Dhne im geringsten verlegen zu werden, bittet ihn

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