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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
105
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solchem Reichthum, eine Herzogin, von solchemStande, Geburt unv Vermählung, ohne Kin-der, ohne alle Bande, frey und unabhängig, hat dieThorheit mit so ungeheuren Kosten ihre Sklavereyzu erkaufen. Ihre Freude war außerordentlich, abersie wußte sie zu mäßigen, und ihr Betragen und dieMenge ihrer Bekanntschaften und Freunde in derStadt und amHofe vcrschaften ihrer Wahl allgemeinenBeyfall.

VI.

Weibenntriguen wegen des zu bildenden Hof-staats der Prinzessin von Savoyen.

Die Herzogin von Arpajon und die Marschallinvon Rochefort waren sehr aufgebracht. Letztere be-klagte sich laut und ungescheut, daß man ihr das ge-thane Versprechen nicht gehalten habe, worauf sie al-lein die Stelle als Hofdame bey der Herzogin vonCharrres angenommen habe. Sie verwechselte geschicktdie beyden Stellen als <lsme s'koonenr und clsmoll'swurs, um mehr Ursache zu haben, sich zu bekla-gen. Die letztere Stelle war- eS, die sie bey der Ge-mahlin des Dauphins bekleidete und die ihr war ver-sprechen worden. Frau von Maintenon die sie ver-achtete, fand sich dadurch getroffen, weil sie die Stelleder Frau von Marly verschafft hatte. Sie kehrte dieSache um und klagte ihrerseits die Marschallin an,daß sie selbst daran schuld sey, daß man ihr die Stellenicht habe geben wollen, weil sie ihre Tochter so sehrunterstützt habe, die nür aus großer Achtung gegen sienicht vom Hofe entfernt worden sey. Die Marschallinließ sich betrügen und ohne dadurch ihres Acrgers über-hoben zu werden denn die Stelle war vergebenverließ sie in ihrer Heftigkeit ihre Tochter, die nun

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