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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
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staunen der Gesellschaft mit. Die Geschichte wurdebekannt und man war so neugierig die Ursache dieserschnellen Acnderung zu entdecken, daß inan es endlichherausbrachte. Die Herzogin von Lüde wußte sehrwohl ^ daß unter der Menge der Competeimnnen einesey, der sie nicht hoffen konnte vorgezogen zu werden:sie schlug also einen Schleichweg ein. Frau von-Maintcnon hatte eine alte Dienerin bcn sich, die inder Penode ihrer Niedrigkeit in ihrem Wittwensiande,als sie im Spital Sc. Luftache wvhnce, ihre einzigeDomeftikin war. Sie selbst?nannte sie Nanon, wieehemals, für andere war sie Mademoiselle Balbien;sie ftand in großer Achtung, weil sie die Freundschaftund das Vertrauen der Frau von Maincenon besaß.Diese Nanon war eine zwei-te Maintcnon, sie machtesich eben so koftbar als ihre Gebieterin, kleidete sick-ganz wie sie, und ahmte ihr preciöfts Wesen, ihreSprache, ihre Frömmigkeit, ihre Manieren nach.Prinzeffinnm, seihst bi? Töchter des Königs schätztensich glücklich, wenn sie Gelegenheit fanden mir ihr zusprechen, oder sie zu umarmen, und die Minister, diebe» der Frau Mainrenon arbeiteten, beugten sichtief vor ihr. So unzugänglich sie war, so war siedoch mit einigen ihrer Freundinnen aus vorigen Zeitenvertraut und kam mit ihnen, wiewohl selten, zusam.men. Glücklicherweise hatte die Herzogin von Lüdeeine alte Amme Key sich, die sie erzogen hatte und lei.denschaftlich liebte und die eine alte Freundin der Na,rion war und sie bisweilen insgeheim besuchte. Dieseschickte die Herzogin an sie ab und mit Hülse der baa.ren Summe von 20000 franz. Thalern war ihr Ge-schäft glücklich vollendet, noch am Abend desselbenTags, wo der König gegen seinen Bruder mit so vielAbneigung von ihr gesprochen hatte. So ist der saufdes Hofes! Eine Nanon verkauft eine der wichtigstenglänzendsten Stellen am Hofe; und eine Dame von