Druckschrift 
Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
95
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vorn stand der Lehnstuhl des Königs, oder noch zwei)für den König und die Königin von England, wennsie da waren, was oft der Fall war ; auf beyden Sei-ten auf einer Linie saß die königliche Familie, bisauf die königlichen Enkel herab. Bisweilen wurdediese Ordnung während des Balles unterbrochen, in-dem die Herzogin und die Prinzessin von Conty bis-weilen/ um mit jemanden zu sprechen neben oder hin-ter den Lehnstuhl kamen und sich daselbst aus die unter»sten Plätze setzten« Die Damen von hohem Ade! un-tcreinander, und die übrigen Damen nahmen die bey-den langen Seilen des Vierecks ein, zur linken oderzur rechten, dem Könige gegen über. Die Tänzerunrer den Prinzen von Geblüt, die nicht mit denübrigen Höflingen tanzten, standen hinter den Damen,wiewohl als Masken.

Anfangs war alles unmaskirt, die Maske in der 'Hand; wenn hierauf der Ball angehen und Aufzügeund Verkleidungen verkommen sollten, so gingendiejenigen, die sie vornehmen wollten, in verschie-denen Parkhicn mit einem Prinzen oder einer Prin-zessin hinaus und kamen dann maskirt wieder zu»rück, so daß sonst niemand die Masken kannte. Meh-rere von meinen Freunden, wie ich selbst, waren da-mals mit dem Herzog von Luxemburg gänzlich ent»zweit. Ich war eben angekommen und hatte Platzgenommen, als ich von hinten eine Maske sah in ei-nen langem flatternden und faltenreichen musselineneNGewände, ein natürliches Hirschgeweih auf dem Kopfeund einen äusserst bizarren Kopfputz darunter, der sohoch war, daß er in einem Kronleuchter hängen blieb.Wir erstaunten alle nicht wenig über diese sonderbareMaskerade. Wir fragten uns unter einander,^ wer eSseyn möchte und manche sagten, die Maske müßte sichsehr sicher um ihre Stirne wissen, daß sie sich so zu

putzen