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ganz Europa bekannt, eben so bekannt als das Lagervon Compiegne mit allein seinem Glanze und Pomp.
II.
Bälle vom I. 1699. Einige sonderbareAnecdoten.
Der König hatte Feste und Lustbarkeiten gern.Von Lichtmeß an gab es im I. 1699 nichts als Bälleund Lustbarkeiten am Hofe. Der König gab derglei-chen Feste zu Versailles und Marly, besonders Mas-kenbälle und Aufzüge, welche Art von Festen der Kö-uig am liebsten hatte, angeblich zu Ehren der Herzo-gin von Burgund. Bey der Frau von Maintenongab es Concerts und Schauspiel; der Dauphin gabauch Bälle Und alle die Vornehmsten beeiferten sich,zu Ehren der Herzogin Bälle zu geben. Der erstePrinz vom Geblüt überraschte in seinem aus wenig klei-uen Zimmern bestehenden Apartement den Hof mitdem artigsten wohlgeordnetsten Feste. Er gab einenBall, eine Maskerade mit Aufzügen und allen Na-tionaltrachten und eine Kollation mit einer reizendenDekoration; und dies ohne jemanden vom Hofe den Zu-tritt zu versagen, ohne Gedränge und ohne Verwir-rung. Einer Dame, welche nachher meine Freundinwurde, die wiewohl noch jung, sich schon am Hofe her-auszuheben ansing und bald nachher Aufsehen machte,und die gewiß die glänzendste Rolle gespielt habenwürde, wenn sie nicht einige Jahre nachher die Blat-tern weggerafft hätten, wurde daselbst ein verdrüßli-cher Streich gespielt. Sie hatte sich ein wenig in denGrafen von Evreux verliebt, und man hatte kaumangesangen es zu bemerken. Um die Mitte des Ballstrat eine Maske mit vier Wachsgesichtern ein, die