< mißnone), sogar in Gegenwart des Königs, derGesellschaftsdamen und Hofdamen; und das chat siebis an ihren Tod. Wenn sie von ihr oder von derHerzogin von Berry sprach m der nämlichen Gesell-schaft, nannte sie sie nie anders als die Herzogin vonBurgund oder die Herzogin von Berry oder die Dau»phine und äußerst selten lg O-inzibine; eben
so sagte sie, der Herzog von Burgund, der Herzog vonBerry u. s. w.
Wir haben gesehen, wie sie die königlichen Prin-zen, die legitimen und Bastarde, kommen zu lassenpflegte, um ihnen den Kopfzu waschen; wie sie mir Zitternund Zagen herbeykamsn und weinend von ihr weggingen,wie sie beständig in Angst waren, so lange ihre Un-gnade dauerte. Die Herzogin von Burgund war dieeinzige, die sich durch ihre unvergleichliche ftebcuSwür-digkeir und durch ihre Vorsicht und Aufmerksamkeitdiesen Unannehmlichkeiten entzog. Sie nannte sie nieanders als meine Tante.
Worüber man sich beständig verwunderte, war,wenn sie aus großer Gefälligkeit mit dem Könige inden Garten von Marly promenirtc. Bey der Köni-gin wäre der König tausendmal ungemrker gewesenund hätte sich bey weitem nicht mit dieser Galanteriebetragen. Er bezeigte ihr beständig die ausgezeichnet-ste Ehrerbietung und zwar im Angesicht dcö ganzenHofes und der sämtlichen Einwohner von Marly, diesich daselbst einfanden.
Der König' nahm an, i ort als Privatmann zn scyn;der Wagen deS Königs und ihre Sänfte gingen dichtneben einander, denn sie fuhr fast nie in einem offenenWagen; der König saß allein in dem ftmige» undsic in ihrem Tragsestcl; begleitete» sie die GemahlinN. Krnkwüryigk. XXV. ^v. F des