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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
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sie durch Geld zu gewinnen, wiewohl sie iin Grunds«uf sehr wenige Dinge Einfluß hattte. Sie werziemlich einfältig, selten und nur aus Dummheitboshaft, und dennoch war sie außerordentlich verstecktund gab sich nie bloß. Indessen weiß inan eineAnecdote von ihr bey Gelegenheit der Stelle, welchedis Herzogin von Lüde erhielt und die ihr der Königvier Stunden vorher zu geben gar nicht Willens zuseyn schien. Ihre Protection wegen der Reisen nachMarly war für sie gar nicht unnütz. lrebngens warsie biegsam und unterwürfig, aber vergab auch beyaller Ehrerbietung ihrer Wichtigkeit nichts.

Frau von MainkenoN, die im Privatzirkel fvrlwlich die Königin machte, saß beständig im Beyseyn desKönigs und der Königin von England in ihrem Lehn»siuhl aus dem bequemsten Platzein ihrem Zimmer; sie!siand vor niemanden von ihrem Sitze auf, höchstensvor dem Dauphin und dein Bruder des Königs, weilsie selten ihr kamen. Eben so kamen der Herzogvon Orleans oder sonst ein Prinz von Geblüte nie zuihr außer bey förmlicher Audienz; sehr selten die Söhnevon jenem und der Herzog von Chartres, gewöhnlichNUr wenn sie zur Armee abgingen oder wenn sie vonda zurückkcimeN noch denselben Abend, oder wenn eSzu spät war, den andern Morgen früh. Uebrigenssiand sie vor keinem königlichen Prinzen, auch nichtvor ihren Gemahlinnen und den Bastarden des»UigS auf, ausgenommen ein wenig vor den gewöhnli»chen Personen, mit denen fle nicht in genauer Be-kanntschaft stand, wenn sie Audienz bey ihr halten;denn Bescheidenheit und Höflichkeit hat sie immer insolchen Dingen affectirt. Fast niemals nannte sie dieGemahlin des Dauphins anders als liebes Kind