wir erlebt haben, und daß die Nachwelt nicht glau-ben wird. Dies ist gewiß und zuverlässig, ob eS gleichunsere Enkel nicht glauben werden, baß nicht langenach der Zurückkunft des Königs von Fontainebleauin der Mitte des Winters nach dem Tode der Könj-gin der Pater de la Chaise, der Beichtvater des Königs,zu Versailles in einem der Cabinetter des Königs mis-ten in der Nacht Messe gelesen hat. Der Gouver-neur von Versailles Bvgtemps, der damals erster Vaeset de Chambre im Dienste war, und unter den vie-ren das meiste Vertrauen besaß, hatte bey diese?Messe den Dienst. Und damals geschah die Vermäh-lung der Maintenon mit dem Könige, in GegenwartpeS Erzbischoffs von Paris Harlay, als Diöcesan, unhLouoois, welche beyde sich vom Könige bas Verspre-chen hatten geben lasten, daß die Vermahlung nifVeklanrt werden sollte. Montchevreuil war drit-ter Zeuge, icßtrer map Verwandter und Freunhvon Villarceaux, mit dem er einerley Namen Mor-ziay führte, und dem er sonst alle Sommer in seinemHaufe zu Montchevreuil Wohnung gegeben hatte. Hierlebte dieser auf seine Kosten, weil sein Vetter armwar mit seiner Schönen, der jetzigen Königin, die erauch in Paris unterhielt, den Sommer hindurchweil er in'Villarceanx sich nicht mit ihr aufhaltenWollte, um seine tugendhafte gutmüthige Frag nichtzu beleidigen.
Frau von Maintenon, die es nicht wagte, dasWappen eines solchen Gemahls zu führen, führtemin statt des Wappens ihres vorigen Gemahls ihreignes, aber ohne Schnur (corUeliprsL), so wie auch,aber weniger schicklich, Frau von Montespan, nach-dem sie sich dem Könige ergehen hatte, und sogar FrmrUn Thiaiige, noch bey Lebzeiten ihrer Männer, ihreV z Wap»