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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
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war, konnte an ihren Fall nicht ohne Verzweiflungdinken. Es brachte sie ausser Fassung, daß sie sich voneiner Verworfenen als Nebenbuhlerin überwunden sah,die sie einst dem Mangel entrissen hätte, die noch jetztvon ihrer Güte lebte, und die ihr selbst jene Neigung,welche ihr Unglück geworden war, zu danken hatte, dasie so viel Freundschaft für dieselbe gehabt, daß sie deNwiederhohlten dringenden Bitten deö Königs, sic vonsich zu entfernen, widerstanden Hütte; eine Nebenbuh^lerin, die ihr an Schönheit weit nachstand und umweh-rere Jahre alter als sie war. Es kränkte sie tief, wennsie sich vorstellte, daß mehr uw dieser Creatur willenals um ihrentwillen der König zu ihr gekommen sey;daß ek nur diese gesucht habe; wie er sein Mißver-gnügen nicht verbergen konnte, wenn er sie nichtfand,und wie er oft von ihr wegging, um mit jener alleinzu seyn; und waS das kränkendste war, sie konnte ih-rer, um mit dem König aufs Reine zu kommen undUnd um bas zu erhalten, was sie sich noch zur Gnadeausbat, nicht einen Augenblick entbehren. Unter die-sen für jene Zauberin so glücklichen Umständen wur-de der König frey» Die ersten Tage hielt er sich zuSaint Cloud bey seinem Bruder auf, von da ging erNach Fontainebleau und blieb da den ganzen Herbstüber. Hier in der Abwesenheit der Gelebten stiegseine Sehnsucht aufs höchste. Nach seiner Rückkehrbehauptet man ^ den für gewiß kann ich es nichtvnSgeben trug der König der Frau von Mainre-Uon seine Wünsche freier vor; sie aber wagte cS aufihre Reize zu trotzen und brauchte geschickt ReligionUNd Wohlstand zur Verschanzung. Der König ließsich nicht abweisen. Sie moralisttte, nahm selbstden Teufel zu Hülfe, und wußte so künstlich bald feintLeidenschaft zu reizen, bald sein Gewissen zu rüh»den, bis sie endlich das Wunder bewürkten, das

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