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Abteilung 2 Bd. 25 (1803)
Entstehung
Seite
22
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Wappen und Livree gänzliÄ ausgaben. Die letztereführte bloß die der Familie Rochechouart. Bey Gele-genheit des TodeS des Herzogs von Crcqui, habenwir schon die crstaunenswürLige Vorhersagung diesesunerhörten Glücks der Maüucnon angeführt. DasBand der Ehe, das sonst gewöhnlich dieser Art vonVerhältnissen nachtheilig ist, befestigte Frau vonMaintenon im Besitz der Liebe des Königs.

Das Gebeimniß ihrer Ehe wurde bald verra-then, als ihr im Schlosse zu Versailles, über demgroßen Eingänge, dem königlichen Apartcment gegenüber, in derselben Etage, ein tkpartement cmgeräumtwurde, wo sie der König von nun an, ohne Gesell-schaft, jeden Tag einige Stunden besuchte. Wo ersich auch aufhalte» mochte, so hatte steihre Woh-nung immer so nahe als möglich bey seinen Zimmern.

Was aus dieser Hcirath entstanden ist, wie siedas uugethcilte Zutrauen deS Königs, die unum-schränkteste Gewalt, die allgemeinste Anbetung ge-noß, wie die Minister, die Generale, die ganze könig-liche Familie, das ganze Volk zu ihren Füßen lag,wie ihre Willkühr alles heiligte und ohne sie nichtsgalt, wie Nuterthanen, Staatsgeschäfte, die Wahlder Staatspersonen, die Justiz, die Guade deS Kö-nigs , die Religion, alles ohne Ausnahme in ihrerHand war, wie der König und der Staat Schlacht-opfer ihrer Herrschaft wurden, und wie diese Zauberinfast durch ein unglaubliches Wunder ohne den gering-ste» Widerstand, ohne die geringste Gefahr, ganzezwei und dreißigIahre herrschte: Dicßist das bey-jpiellosc Schauspiel, das die Verwunderung von ganzEuropa erregt hak, und wovon wir jetzt eine kleineSchilderung geben wollen.

VII.