xxxvl Colberts Verdienste
beydcn Stützen der Glückseligkeit nicht umstoßeNkann; so entsteht der schädliche Luxus aus der Un-wissenheit oder Thorheit einer Regierung/ welcheihre Begünstigungen auf eine kleine Anzahl der Ge-sellschaftsgliever einschränkt, zu großen Besitzungeneine Laufbahn eröffnet, auf welcher weder Arbeit-samkeit noch Verstand und Talente, sondern dasGegentheil und der Mißbrauch des Guten forthelfemDas Aeusserste ist / wenn die Vertheilung der Ab-gaben die Großen vorübergeht und die niederenStände allein drückt. Aber dieser Fehler hat Eol-bert sich nicht schuldig gemacht«
Und doch vermindert der Luxus, wenn er auchdas Glück nicht zerstöhrt, immer die Kräfte derNation, deren Sitten er weichlich macht. Soklagen strengere Sittenrichter und berufen sich dar-aus, daß nichts als der Luxus das Reich der Per-ser den Griechen unterworfen und die Republik der-Römer zerstört habe.
Aber wie sehr haben sich die Zeiten geändert!Cvlbcrt richtete ohne Zweifel seine Blicke auf diezahlreichen Armeen, die in Europa stehend gewordensind, auf die strenge Kriegszucht, durch welche siezusammengehalten werden, auf jene Möglichkeit,loo,oos Menschen durch Einen Wink und Eine Be-wegung ihre Richtung zu geben. Bey diesen Be-trachtungen mußte er gewiß mit Schmerzen einsehen,daß jene alten Tugenden Griechenlands und Roms,die Liebe zum Vaterlande und der Enthusiasm für -den Ruhm eht ntcht mehr die einzige Stärke der
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