um dieStaatsvmvalk.Ludw.xiv. XXXVI r
' Staaten seyn können. Es ist eine traurige Wahr-heit, in jener Fertigkeit, durch den Zwang desCvmmaudostabes ganze Schaaren von MenscheneuZauder gleich zu machen, muß sich der Einflußder Sitten seldft, die Kraft die in dem Geist desEinzelnen läge und die sonst oft Königreiche austheil»te, unthätig verlieren. Die neue Kriegszucht hatder Menge und dem Körper alle Stärke zugetheilt.Der Fmanzminister Colbert mußte daher leicht be-greifen, daß jetzt das Geld, dieses allgemeine Zei-chen des Werths, dieser Preis für die Dienstlei-stungen der Menschen nothwendig die wesentlicheGrundlage der politischen Macht geworden sey.
Möglich ist es, daß dieser große Mann, alsFreund der Menschheit, zugleich folgende Wirkun-gen seiner Anstalten vorauösahr Wahrend diezahlreichen stehenden Heere, welche zur Vettheidi-gung eines Volks unentbehrlich werden, zugleichdie Gewalt des Souverains über die Nation sehrvermehren, so können die beweglichen Reichthümerin einem Staate der Verfassung einen sicherenaber minder sichtbaren Dienst leisten. Sie veran-lassen nämlich den Regenten, daß er diese Quelleseiner Hülssmittel nur mit Milde und Gerechtigkeitbenutze. Der Ackerbauer und der Güterbesitzer sindgebundene Leute, aber Handel und Kunstflciß kön-nen durch nichts in einem Lande zurückgehaiten wer-den , als durch gerechte Freiheit und Wohlbefinden-So werden durch eine glückliche Kombination diebeweglichen Reichlhümer Vertheidigungsmittel ge-gen Tyrannei eben sowohl, als gegen auswärtigeEroberungssucht.
Um die Handelfchaft zu vermehren und disColonien auszudehncn, beschäftigte sich Colbert end-lich auch mit dem Seeweftn, welches beyde ver-
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