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Colberts Verdienste
Ziebl uns nur China. Man wollte die indischenBaumwvllenzeuge; Cvlbert verbietet sie nicht, aberer denkt aus Mittel, sie uns mit Ersparniß zu ver-schaffen. Im Gegensatz gegen alle europäischenManufakturen machte er es sich zur Grundregel,nur die ersten Materialien einsühren zu lasten, ihreVerarbeitung aber dem französischen Kunstfleiß vor-zubehalten. Andere Mittel mußten gewählt wer-den , wenn von Arbeiten der Indier die Rede war.Diese bedürfen nichts als Reiß, den ihr Bodenihnen in Menge giebt; ein glückliches Clima imdeinfache Sitten machen ihnen alles andere entbehr-lich. Colbekt sah, daß man auf ihre Arbeitsamkeitnicht eifersüchtig seyn, sondern mit Verstand sie be-nutzen müsse.
So bemerkt man mit Vergnügen, je genauerman die Einrichtungen dieses großen Kenners stu-dirt, daß er nicht einseitig der einen oder andernHandlungsart sich zum Sklaven hingab. Ueberallmuß man seine Vorsicht und Mäßigung bewundern.Welch einen Schatten wirft er auf gewisse Söhneunsers Jahrhunderts, die alle allgemeine Grundsätzezu übertreiben pflegen, und ihren Ideen durch Ueber-spannung einen Schein von Kraft geben wollen. Einmittelmäßiger Kopf nimmt etliche Maximen an;von diesen laßt er sich meistern, während er sichselbst für den Meister hält; in ihnen wähnt er dasGeheimniß des Universums zu besitzen; eifersüch-tig auf seine Hmschergewalt, aber zu unbeholfen,
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