um die SLäätsvel'walt. Ludw. xtv. XXX!
um der Natur auf ihren verschiedenen Wegen fol-gen zu können, gebietet er ihr so einseitig zu seyn,wie er selbst, und will sie mit der Armseligkeit seinerEinsichten auf eine gleiche Linie sehen. Lolbert warseiner Größe gewisser; deswegen bestrebte er sichnicht durch Uebertreibungen größer scheinen zu wol-len. Frühe genug halte er allgemeine Ideen fassengelernt, aber er verstand auch sie anzuwenden» Erkannte die Antittomieen in den Regeln der Staats-kunst; durch eine sorgfältige Beobachtung ihrer Ent-stehung suchte er die Mißtöne aufzulösen. In derZwischenzeit schmiegte sich sein vielseitiger Sinn un-ter das Gebot der Umstände. Wohl Macht dieserGeist der Mäßigung dem Staatsmann selbst ln sei-nem Innern manchen Verdruß; nie darf er auf,hören, seine Beobachtungen zu berichtigen, jederAugenblick kann ihm das Unzureichende seiner Mit-tel fühlbar machen» Ein anderer von seinen allge-meinen PrincipieN aufgeblasen, überläßt sich einerstolzen Ruhe, mit einem einzigen Ausspruch: vollkom-mene Freiheit! beherrscht er ohne die geringsteMühe Alles um sich her; dem persönlichen Interesseder Unwissenheit Luft er zu; ich vertraue auf euch!Treiben sie Nun die Maschine bis sie bricht, so hat dießalles nichts zu bedeuten; man beruft sich auf das näch-ste und folgende Jahrhundert, welches die Grundsätzerechtfertigen werde. Will die Gesellschaft diese Er-fahrung nicht rifkiren, so nennt man sie ungeduldigund übereilt; sie allein tragt die Schuld des Miß-
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