XX
Colberts Verdienste
nes Lebens; immer quält ihn wirkliches Anrecht oberdie argwöhnische Besorgnis' desselben. Wohl dem,welcher ihn von dieser immer neuen Peinigung be-freien , welcher ihm es möglich machen könnte, daßer ohne Furcht entdecken dürfte , wenn ihn der Him-mel segnete und seine Arbeit gelang.
Colbert erkannte die Wichtigkeit brauchbarerStraßen. Er fand sie unerträglich schlecht, dievorhandenen wurden gebessert, und neue angelegt.
Von den Frohnen für den Straßenbau ist erder Erfinder nicht. Diese Leistung drückt eineMenschenklasse, die am meisten der Erleichterungbedürfte. Sie ist an sich seibft sehr ungleich, weilsie nur nach Tagen, und nicht nach dem jedesmali-gen Preis der Zeit sich richtet. Ueberdieß giebr siedem Menschen die Gestalteines Sclaven, wenn sieihn durch Handarbeit zu bezahkn nvthigt, was ergerne durch Geld, dieses Zeichen des Eigenthümers?berichtigen würde.
Colberts Blick gieng ins Größere» Er sahvoraus, welchen Nutzen die Kanäle durch eineerleichterte Mittheilung gewähren würden. Wer-den sie verhältnismäßig angelegt, so fällt zugleichein großer Theil des Bodens, den man zu Ernäh-rung der Zug-und Lastthiere anwenden muß, anden Kvrnbau, diese Basis der Bevölkerung, zurück.Der prächtige Kanal von Languedoc wurde unter-
nom-