XVI Colberts Verdienste
könnt«, haben uns frühzeitig den Ackerbau als daswesentliche Fundament der Bevölkerung anerkennengelehrt. Er würde sogar die einzige Quelle davonftyn, wenn die Erzeugnisse der Erde in einer bür-gerlichen Gesellschaft gemeinschaftlich gesammeltund genossen würden. Jetzt aber bleibt der Besitzer,wenn er den Anbauern seines Bodens die Nah-rung , und der Gesellschaft die Abgaben verschaffthat, immer noch Herr einer beträchtlichen Summevon Mitteln des Unterhalts. Und weil der Menschnicht Etwas gegen Nichts geben will , so wird die-ser Ueberfiuß von Früchten nicht aus seinen Händenauf die andern übergehen, wenn sie nicht durch ihreArbeit und ihren Erwerbfieiß ihm eine angenehmeAustauschung, und folglich eine neue Art von ver-gnüglichem Besitz anbieten.
Diese Betrachtung enthüllt uns, welchen gro-ßen Dienst die Handwerker, die Manufakturenund Künste der Menschenmenge leisten. Sie ver-mehren die Bevölkerung, indem sie jenem Ueberfiußvon Nahrungsmitteln, die der Landbesitzer in seinerHand hat, zum Ableiter werben. Dennoch wür-den die Manufakturen, wenn sie blos für die Ge-sellschaft, unter welcher sie betrieben werden, arbeitenwollten, von sehr eingeschränktem Nutzen seyn.Der Landbesitzer, wenn er sich die Produkte einerandern Gegend wünschte, würde sich einen Theilseiner unmittelbaren Einkünfte abjiehen müssen, um
jene