um die Staatsverwaltung Ludw- X!V. VH
könnte auch der Unterthan einem Monarchen geben,als einen Mann, der .die Pflichten und Rechte desThrons eben so genau kannte, als er sie ununter-brochen zu vereinigen strebte.
Ludwig fühlte die Verdienste Colberts. Aus-Leidenschaft für seinen eignen Ruhm überschütteteer ihn mit Gunstbezeugungen, zerriß die Fallstricke,die ihm der Neid legte und schützte ihn gegen dieAngriffe des Hasses.
Bey Mazarins Tode stand Fouquet an der Spi-tze der Finanzen. Großmüthig und nachgiebig ver-waltete er die Güter des Staats, wie seine eigene.Aber diese liebenswürdige Freygebigkeit einer gefühl-vollen Seele, die das Leben eines Privatmanns ver-fchdnerk, ist nicht Tugend in der Staatsverwaltung.Der Geschäftsmann muß seine Neigungen zurückzuslassen wissen, um sich ganz dem öffentlichen Glück, derTochter strenger Ordnung, zu weihen. Fouquet besaßvon dieser Geistesstarke nichts, ein Mangel, derseine Talente unbrauchbar machte. Von den Höf-lingen geschmeichelt, geliebt von seinen Freundenverließ er sich ganz auf ihren Eifer, und die Unord-nung in seinem Geschäftskreis stieg aufs höchste.Ohnehin hatten sich unter Mazarin langgewohnteVernachlässigungen und Mißbräuche gehäuft. Dienun allmählig sich erhebende, endlich aber allmächtigeStimme des allgemeinen Unglücks der Nation ließ^ a 4 sich