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H. Sitten und Gewohnheiten Ludwigsdes XIV.
1) Wann der König wollte, war er der angenehmsteund artigste Mann von der Welt; er mußte abereinen gewohnt seyn. Er vexirte possierlich und artig,(iz. Febr. 1716.)
2) Das konnte unser König meisterlich, die Leute mitAbschlagen zu contentiren. Er hatte die sanftestenManieren, und war so höflich und poli, daß er denLeuten das Herz ganz rührte. (26. Jul. »718-)
z) Ob man zwar nicht perfect ist, hak unser Königseei. doch große und schöne Qualitäten an sich ge-habt, und nicht meritirt, von seinen Untertbanenso übel nachgerevet und verachtet zu werden. (25.Februar, 1716.)
4) So lange er gelebt, hat man ihn flattirt, daß eSeine Abgötterei war. (19. März 1716.)
5) Hätte er das Unglück nicht gehabt, in der zwei bos-hastigsten Weiber von der Welt Hände zu fallen,als die von der ivionlsspsn, und der alten VettelMsintsnon, so noch ärger als die erste war, hätte
er für einen der perfectesten Könige von der Weltpassieren können; denn was er in seinem Leben Übelsgethan, kömmt von den 2 erzbösen Weibern her,und nicht von ihm selber. (14. April, 1716.)
b) Ob ich unfern König in vielen Sachen approbirthabe, so habe ich ihm doch hierinn nicht beigefallen,daß es bürgerlich sey, bloß seine Verwandten so zulieben. Das hat ihm die Nontesxsn so eingeprägt,damit er aller legitimen Verwandten möge müdewerden, und allein die Bastarce leiden und bei sich
haben;