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Zweyte Abtheilung, Vier und zwanzigster Band (1802)
Entstehung
Seite
15
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ob er zu Trianon gewesen sey; er antwortete: nein.Der König sagte ihm, was ihm daselbst misfallen habe,und befahl ihm hinzugchen. Am folgenden Tage rhater ihm dieselbe Frage und erhielt dieselbe Antwort, undam dritten Tage eben so. Der König sah, daß derMann sich der Verlegenheit nicht ausfttzen wollte, ent-weder dem König oder LouvoiS Unrecht geben zu muffen.Er war ärgerlich darüber und befahl ihm abermal Mor-gen nach Trianon zu gehen, wo er sich mit LouvoiSauch einfinden würde. Nun blieb ihm kein Auswegmehr, eS zu vermeiden. Den Tag darauf fand derKönig LouvoiS und ihn zu Trianon, und fieng auchgleich an von dem Fenster zu sprechen. Le Nocreblieb stumm. Endlich befahl ihm der König mit derMeßschnur auszumeffen, und ihm zu sagen, wie eres gefunden. Während dieser arbeitete, war LouvoiSin Wuth über diese Untersuchung, schimpfte und be-hauptete ganz laut: dieses Fenster sey den übrigen ganzgleich. Der König wartete schweigend, aber er warbeleidigt. Als alles abgemessen war, fragte er LeNotre, wie es wäre? Dieser stammelte unbestimmteWorte. Der König gerieth in Zorn, und befahlihm deutlich zu reden. Hierauf gestand LeNücre, daßder König recht habe, und gab ihm den Fehler an,welchen er gefunden. Kaum hatte er ausgeredet, alssich der König zu LouvoiS wandte und ihm sagte:Man kann Ihrem Eigensinn nicht trauen. Wenn ichnicht darauf bestanden hatte, ihnen zu zeigen, daßsie Unrecht haben; so würde man schief gebaut haben,und wenn das Gebäude fertig gewesen wäre, hätteman eS wieder einreißen müssen." In wenig Wor-ten setzte er ihm den Kopf zurecht. LouvoiS war überdiesen Ausgang höchst aufgebracht, besonders weil dieHosteuke, Arbeiter und Diener, Zeugen davon gewe-sen waren, und kam ganz würhend nach Haus, wo er

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