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Zweyte Abtheilung, Vier und zwanzigster Band (1802)
Entstehung
Seite
12
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sage ich, hatte er Veranlassung an die Feinde, welchesich zurückzogen, einen Trompeter abzustlucken. Siebehielten ihn ein oder zwei Tage bei ihrer Armee.Der Prinz von Oranien verlangte ihn zu sehen, undftng ihn genau aus, was den König vom Angriff ab-gehalten hätte, da er doch stärker gewesen sey, Vre bei-den Armeen so nahe bei einander im Gestchtund aufebenem Felde kein Hinderniß zwischen ihnen gehabthabe. Nachdem er ihn vor jedermann hatte darübersprechen kaffen, sagte er ihm mit einem boshaftenLächeln, um den König zu ärgern, und ihm zu zeigen,daß er von den Umständen unterrichtet war: Er solltenicht unterlassen dem Marschall von LorgeS zu sagen,Er habe sehr recht gehabt so hartnäckig auf dem An-griff zu bestehen. Nie habe man eine bessere Gelegen-heit verfehlt, und nie hätte ein Zufall für ihn erwünsch-ter senn können. Er sagte ihm in wenigen Wortendie Ursachen, warum er unvermeidlich geschlagen wor-den wäre, wenn man ihn angegriffen hätte.

Der Trompeter rühmte sich, daß der Prinz vonOranten eine so lange und sonderbare Unterhaltungmit ihm gehabt, und erzählte es nicht allein dem Mar-schall von LorgeS, sondern auch dem König, der ihnsogleich zu sehen verlangte, und dann den Marschäl-kerk, Generalen und jedem der es hören wollte. Da-durch vermehrte er den Unwillen der Armee, und ver-ursachte Louvois einen großen Aerger.

Ein Versehen dieser Art machte nur zu vielen Ein»druck bei der Armee, und gab allgemein, besondersauch bei fremden Höfen, zu den bittersten SpöttereienAnlaß. Der König verließ gleich nachher die Armee,ob es gleich erst im Monat Mai war, und kehrte indie Arme seiner Maitreffe zurück. Im folgendenJahr gieng er wieder nach Flandern und eroberte Cam-