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Zweyte Abtheilung, Vier und zwanzigster Band (1802)
Entstehung
Seite
11
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von Hümieres, sein vertrauter Freund, der von ihmabhängig war, und der Marschall von Schömberg,der ihn nicht gerne beleidigte, stunmten seiner Mei-nung bei. Der Marschall von la Feuiilade stundzwar mit Louvois in keinem Verhältniß; allein alsGünstling wußte er wohl, welcher Meinung er bey-zustimmcn harte, und nach einigen zweifelhaften Re-den trat er ihrem Urtheil bei. Herr von LorgeS hin-gegen, dem der Ruhm des Königs und das Wohl desStaats am Herzen lag, und der mit Louvois nicht gutstand, weil er der Liebling und Neffe des im vorigenJahre umgekommenen Herrn von Türenne war, undgegen den Willen dieses Ministers die Stelle als Mar-schall von Frankreich und Hauptmann von der Leib-wache erhalten hatte, blieb standhaft bei der Wahr-heit, und stimmte aus allen Kräften für den Angriff.Seine Gründe, die er dafür angab, waren so stark,daß Louvois selbst, und d>e Generale nichts dagegenzu sagen wußten. Drc Wenigen von niedrerem Grarde, welche nachher erst ihr Urcheil darüber zu sagenhatten, wagten es noch weniger, Louvois zu misfallen.Allein da sie die Gründe des Marschalls von LorgeSnicht widerlegen konnten, stammelten ste bloß einigeunbedeutende Worte. Der König, welcher alles Hörle,ließ sich die Meinungen, oder vielmehr die Stimmenim allgemeinen, aber nicht von jedem einzeln, wieder-holen; beklagte nur kurz, daß er diesen wichtigenGründen nachzugeben, und sein Verlangen dem Vor-theil des Staats aufzuopfcrn, gezwungen sey, lenktesein Pferd um, und von der Schlacht war die Redenicht mehr.

Den andern Tag, (dieß habe ich von dem Mar-schau von LorgeS, einen sehr wahrheitsliebenden Mann,öfters mit Unwillen erzählen hören) den andern Tag,

sage