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X Lebenslimstände
Regierung schreiben wollte, sich erlaubt hat, denwahrhaften St. Simon zu corrigiren, in dessenMemoires aber die Leser viele glückliche Ideen undoriginelle Wendungen finden werden, die Voltaireaus denselben geschöpft hat.
Ein anderer Geschichtschreiber, Düclos, hatsich nicht dloS erlaubt, Saint Simon zu benutzen;er iss ihm — sklavisch gefolgt. Anekdoten hat eraus ikm genommen, ohne ihn zu citiren, und selbstfeine Ausdrücke und Sprache beibehalten; dennochspricht er von ihm nur, um ihn zu critisiren und dieLeser vor seiner animosen Schreibart zu warnen.
Man muß gestehen, daß St. Simon die Re-gierung Ludwigs des uv. streng richtet; er decktalle seine Fehler auf. Ohne daß er sich darumkümmert, mit der Eleganz des gotdnen Zeitaltersder Literatur zu schreiben, schreibt er die GeschichteLeMlden mit einer schneidenden Energie, die selbst dmLeser gegen ihn zur Behutsamkeit aufzufodern scheint.
In dieser Hinsicht muß man besonders mit Auf-merksamkeit lesen, was er vom Parlament, vonder Partei und dem persönlichen Charakter derFrau von Maintenon, vor allem aber, was er von derfamosen Geschichte der legitimirten Prinzen schreibt,welche den Verfasser tief gekränkt zu haben scheint.
Was seinen Haß gegen die Noailles, gegen dieHerzoge von Villeroi, von Villars und andere be-trifft, so exissirt eine Schrift vom verstorbenen AbbeMilkst, die aus historischen Quellen gezogen ist,und eine andere vom Kanonikus von St- Victor,welche das Urtheil des Lesers hierüber berichtigen