IX
des Herzogs von St. Simon.
Details der Geschichte seiner Zeit erzählt. Er über-gab dem Bischof von Metz mehrere Exemplare sei-ner Memoires in der Absicht, daß sie einst heraus-gegeben werden sollten. Diesen Zweck giebt er auchan mehreren Stellen zu erkennen. Er traf so sichereMaßregeln für die Herausgabe nach einer gewissenZeit, daß seine Hinterlassenschaft unmöglich ver-loren gieng. Er scheint bloß nicht gewünscht zuhaben, daß seine Memoires während des Lebensder Personen, von denen er spricht, herausgegebenwürden; und dieß ist auch auf das gewissenhaftestebeobachtet worden. Der Verfasser bat die Geschichteseiner Zeitgenossen Ludwigs des xiv. und des Re-genten beschrieben , und jetzt im Z. 1791 finden wiem Hm. von Chartres die fünfte Generation und imDauphin die siebente seit Ludwig dem xiv.
„Aber haben wir nicht in unfern Bibliothekenmehr als hundert Schriften über die Regierung Lud-wigs des xiv? Wohl!" nur ist ein Theil Satyre,und der andere Lobreden.
Man sieht zum Beispiel sogleich, wenn man dieMemoires von den Marschallö von Berwick, vonVillars, von Noailies u. a. m., die einzigen, diebis jetzt von angesehenen Männern geschrieben sind,über die Zeiten der Regentschaft von Anna undMa-.zarin gelesen hak, daß dieß nicht Geschichte Ludwigsdes xiv. und der Minderjährigkeit ist. Die Me-moires des Herzogs von St. Simon hingegen ge-ben eine ganz andere Idee von der Regierung Lud-wigs des xiv. Man darf sich nicht mehr wundern,daß Voltaire, welcher die Lobrede dieser „großen"
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