Geschäfte und während einer langen Minderjährigkeitzum Chef des Conseils zn mache» wußte. Das An-denken an die Verfolgungen des CardinalS von Riche-lieu gegen die Königin, gegen Monsieur, gegen alleGroßen des Reichs, machte, daß ein jeder sich wahrrcnd dieser Minderjährigkeit emporzuschwingen suchte.Monsieur, weicher rechtmäßiger Vormund seines Nef-fen zu seyn behauptete, der Prinz von Conde, welcherkürzlich die Schlacht bei Rocroy gewonnen hatte, Herrvon Beaufort, der sehr gut bei der Königm stund, derBischoff von Beauvais, der Herzog von^a-Rochefau-cault, eine Creatur der Königin, und Frau von Che-vreust, welcher man Len stärksten Einfluß aus sie zu-traute; —alle wollten ihre Foderungen geltend machen,so wie viele andere Concurrenten, welche durch die Un-terstühung der ebcngcnanntcn große Hoffnungen hak-ten. Bei solchen Umstanden mußten nothwcndig vieleSpaltungen entstehen. Die königliche Macht mußtebei der langen Minderjährigkeit eines jungen Königs,und der Regierung einer eigenwilligen Königin, dich ei-nen Ausländer, gegen den Willen der Parlamente,'derPrinzen, und fast der ganzen Welt, zu erhalten such-te, sehr viel verlieren. In der Zeit dieser ganze» Regie-rung herrschte ein Geist der Anmaßlichkeit, der Hof-Intrignen, und der Galanterie; denn die Königinselbst ließ sich gerne huldigen, und die Frauen hattenviel Einfluß auf die Regierungsangelegenheiten.
Der auswärtig« Krieg mit Spanien und der bür-gerliche Krieg, bildete gute Officiere; die Kriegskunst,in welcher der große Gustav, König von Schweden,so große Fortschritte gemacht hatte, wurde nach seinemTode durch seine Generale, besonders durch den Her-zog von Weimar, von dem sie Herr von Türenne er-lernte, auch uns mitgetheilt. Der Prinz, welcher sei-ner