erobern anbot; suhlte er während dein fernem Laufdes Jahrhunderts alle mögliche Unannehmlichkeiten derRebellion.
Erst zu Anfang des XVlI. Jahrhunderts sah ersich im ruhigen Besitz seines Königreichs, und damalserzeugte sich auch erst der Geist, welcher noch jetztherrscht. Heinrich IV-, welcher Augenzeuge von denUnordnungen des vorhergehenden Jahrhunderts gewe»sen war, und die Ursachen davon kannte, wollte demUcbcl abhelfen, und mar besonders daraus bedacht, dieGroßen zu unterdrücken.
Da man aber von einem Extrem zum andern übereinen Mittelweg gehen muß; so fieng auch er nur da-mit an, sie nicht mehr an dem Gouvernement und sei-nem Zutrauen Theil nehmen zu lassen, und wählte da»zu Männer von geringerem Rang, die er aber für treuhielt.
Ergebung in den Willen des Prinzen galt vonjetzt au als ein großes, fast als das einzige Verdienst.Da der neue Regent gut, weise und in allen Dingenmild war, so wurde er von seinem Volk sehr geliebt,und bei seinem Tode beweint.
Seine Gemahlin, die Königin Maria von Medi-cis, that alles mögliche, um sich die königliche Machtzu erhalten. Sie brauchte dazu den Marschal! von All-ere, einen, nach dem Urchcii seiner Zeitgenossen, recht-schaffenen und menschensreundlichen Mann. Die Hof-leute fingen an, sich sehr vor diesem Günstling zu beu-gen. Er hatte mächtige Feinde; allein keinem gelanges, ihn zu stürzen, als dem jungen Herrn von LuyncS,der sich bcy Ludwig dem Xill. in Gunst gesetzt hatte.
Dieser Günstling, dem es an militairischcn undpolitischen Einsichten fehlte, ließ sich zum Connetaöle
macken.