des Kaisers, und der Graf von Oropeza, welchebeide als Urheber und Werkzeuge dieser unglücklichenPolitik verdächtig waren, sich ihre Rechtfertigung dar-über wenig angelegen seyn ließen.
Der im Jahr 1654 geschlossene Waffenstillstandauf 20 Jahr war i6z8 gebrochen worden. Die Ge-legenheit dazu gab rheiiS ein Angriff auf den Engli-schen Thron, welchen sich Wilhelm von Nassau, derPrinz von Oranicn, gegen seinen Schwiegervater,den König Jakob II. anmaßke, theils die Coadju-torstelle von Cöln, die zwischen dem Cardinal vonFürstenberg und dem Prinzen Clemens vonBaiern, dem Bruder des Kurfürsten, streitig war.Der Krieg dauerte noch fort, als der König von Spa-nien seine zweite Heirath vollzog mit der Schwester derKaiserin, der Tochter des Herzogs von Neu bürg,des nachhcrigen Kurfürsten von der Pfalz. Sie kannteden Karakter ihres Gemahls und wußte sein ganzesGemüth so einzunehmen, daß in Spanien alles nachihrem Sinne ging. Für Schmeicheleien eben so offenals für die Süßigkeiten der Rache vertheilte sie Beloh-nungen und Strafen nach ihrem Gefallen. Sie ver-achtete die Spanische Nation, ohne es zu verbergen;daher wurde sie überall gefürchtet und von keinem ge-liebt. Dem Grafen von Melgar, Erbamiralvon Castilien, gelang es ihr Zutrauen zu gewinnen.Er bekam dadurch das Ansehn des ersten Mun-sters , ohne jedoch den Titel zu haben. Ueberdießhatte die Königin einen geheimen Rath, der aus einemDeutschen, Namens Bcrleps und einem Capuzinerbestand, welche ihr beide aus Deutschland gefolgtwaren.
Der im Jahr geschloffene Friede machteden traurigen Nachrichten ein Ende, welche der Königvon Spanien von dem Verlust mehrerer Plätze häufig
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