seinen Hof nähme, um ihn als den prasumüven Erbenfeiner Krone unter seinen Augen erziehen zu laßen.
Von diesem neuen Versuch unterrichtet schrieb derKönig dem Marquis von Feuquieres ein auf könig-lichen Befehl entworfenes Schreiben, weiches er demGesandten mitschickte, dem König von Spanien beieiner geheimen Audienz in die Hände zu liefern.
Der Inhalt des Schreibens war: „Im Fall die-ser Fürst übelm Rache zufolge tie Suecesstonsordnungumkehrte, würde der König nicht umhui können diezur Erhaltung der Rechte des Dauphin nöchigen Ver-fügungen zu treffen und was irgend zu Gunsten desKaiserlichen Prinzen geschehen möchte, als einen Frierdensbruch anzusehen."
Die Antwort darauf war in allgemeinen Ausdrü-cken abgefaßt; jedoch vcrstattcte Karl der Königin,dem Gesandten zu melden, daß er seinen Nachfolgererst ernennen würde, wenn er das heilige Viatikumempfinge und ihn zugleich zu warnen, den Gerüchten,welche das übelunterrichtete Publikum über die Suc»cesfion ausstreuen möchte, nicht eher Glauben beizu-mesten, bis man sich genauer davon unterrichtet hatte.
Zwei Jahre nachher ( i6zy), als der Graf vonRebenac seinem Vater, dem Marquis von FemquiereS als Gesandter in Spanien gefolgt war,wurde, wie man allgemein glaubt, die Königin dasOpfer des rühmlichen Plans, welchen sie zur Er-haltung des Friedens zwischen Frankreich und Spa-nien hatte. Sie starb gerade zu der Zeit, alsEngland und Holland in Vereinigung mit dem Kaiserdiese Krone in den Krieg gegen Frankreich verwickel-ten. Ihr schneller Tod erregte nicht geringen Verdacht,zumal da der Graf von Mansfeldt, Gesandter