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Abteilung 2 Bd. 21 (1801)
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171
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Dreß Gefecht war von beiden Seiten so heftigund lebhaft, als es nur in irgend einem Kriege seynkann. Die Niederländer wurden dadurch in solchesSchrecken gesetzt, daß die meisten angesehnen Bürgervon Brüssel aus Furcht vor einer Belagerung ihre be«sten Habfeligkeiten nach Antwerpen schafften.

Der König war selbst nach Flandern gereist,und um daselbst die Fortschritte machen zu können,die er sich vorgenommcn hatte, mußte er sich sonstüberall defensiv verhalten. Zu dem Ende besetzte erdie Küsten von der Normandie und von Bretagne,Poitou, den Sevcnnendistrict und Vivarez mit Trup-pen. Ferner gab er dem Marschall LorgcS amRhein funszehntausend Mann, ebensoviel an Cati-natin Piemont und nach Catalonien zehntausenddem Herzog von Noaille 6. Fast hunderttausendMann ließ er in den Festungen des Königreichs undin den eroberten festen Platzen.

Die Feinde machten weder in Katalonien nochin Deutschland Fortschritte.

In Piemont, wo der Herzog von Savoyen vier*zigtausend Mann theils Deutsche, theils Spanier undSavoyarden stehend hatte, ging folgendes vor.

Der Herzog schien anfangs einen Plan auf Pt-gnerol zu haben , er sah sich aber nicht im Stande,eine solche Festung angreifcn zu können, und beschloßlieber in Frankreich durch das Delphinat einzudrin«gen. Er schmeichelte sich, daß sich die Neubckehrten, so-bald er sich zeigte, zu ihm schlagen würden.

Sein erstes war, daß er ein Korps Truppen de-taschirte, das den Flecken und das Schloß Guillestreeroberte; die dreihundert Mann Besatzung vertheidig-ten es aber sehr tapfer und ergaben sich nur unter der

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