weniger, als ich in den andern Conclaves, wo ich michbefand, gefunden habe. Ich kann Sie hievon nichtbesser überzeugen, als w-mn ich Ihnen sage, daß selbstin diesen:, welches durch des Kardinals, Jean Charles,Ungestüm etwas lebhafter odervielmchr unregelmäßigerwurde, als gewöhnlich, die Art, wie ich ihm antwor- -tete nur deshalb entschuldigt wurde, weil man ihnnicht liebte. Und Spada verabscheute und verläugnekeseine Libelle den Tag nach ihrer Erscheinung selbst,weil ihm so viel beschämendes darüber gesagt wordenwar. Mit Wahrheit kann ich sagen, daß ich in kei«nem Conclave, dem ich beigcwohnt habe, weder einenKardinal, noch einen Mitbewohner des Conclave habeheftig werden sehen; selbst erhitzt sah ich nur äußerstwenige. Selten wird da eine laute Stimme gehörtoder ein verändertes Gesicht gesehn. Oft habe ichversucht, ob in der Haltung derjenigen, welche auSge«schlossen worden waren, eine Veränderung rvahrzu-nehmen scy; aber ich kann mit Wahrheit agen,daß ichnur ein einzigesma! so etwas gefunden habe. Auchist man so entfernt, jene Rache zu fürchten, welche eingemeiner Irrchum Italien zur Last legt, daß der Aus.schließende sehr häufig deS Mittags von dem Weintrinkt, welchen ihm der Ausgeschloßne am Morgenzugesandt hat Genug; ich wage cs, zu behaupten,daß nichts Größeres und Weiseres gesehn werdenkann, als das gewöhnliche Aeußere eines Conclave.Freilich trägt die Form^ welche seit der GregorischenBulle befolgt wird, viel dazu bei, die Versammlungin Ordnung zu halten; aber man muß überhaupt ge»stehen, daß in der ganzen Welt nur die Italiäneefähig sind, diese Regel mit so viel Anstand zu beob-achten, wie sie rhun.
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