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Hier war es eigentlich, wo ich Zuverlässigkeit,Vorsicht, Tharigkeir und Scharfsinn an dem Esca-dron und vorzüglich an Azolini bewundern mußte.Dieser letztere war der thätigste; er thqt, was Bar«berini und Sachetti betraf, nicht einen Schritt, zudem sich nicht vielleicht der strengste Moralist bekanntHärte. Aber da cs klar war, dqß alles, was wir fürihn thun würden, keinen Erfolg haben könne, so such-te man auf alle erdenkliche Weise die Hindernisse zuheben, welche wir von Seiten Frankreichs, Spaniens,Florenz und Barberini's selbst, gegen Chigi's Erhe-bung, wenn wir erst im Stand wären sie vorzuschla-gen , vorhersahcn. Wir dursten nicht zweifeln, daßBarberini, wenn er unser Vorhaben nur im gering»sten ahnete, Argwohn gegen uns selbst fassen würde.Daher verschleierten wir unfern Gang mit so großenund glücklichem Fleiß, daß er selbst ihn durch uns, underst da erfuhr, als wir es für nothwendig hielten, ihndamit bekannt zu machen.
Noch verwickelter und schwerer war es für uns,da er uns einmal unentbehrlicher als alle andere war,weil wir doch durch ihn unsere vornehmste Stärkeerhielten, vor allen Dingen an der Wegräumung derHindernisse zu arbeiten, welche wir in der ganzen übri-gen Parthie des Pabsts Urban unfern Plan riesenmä-ßig entgegengestellt vorher sahen. Die einzige, tägli-che Bemühung der dabei befindlichen alten Kardinälebestand, wie wir wußten, darin, Barberini fühlen zutaffen, daß es ihm außerordentlich schimpflich seytiwürde, wenn nicht einer von seinem Anhang zumPabst erwählt würde. Da sie, wie wir, die Unmög-lichkeit von Sachetti's Erhebung einfahen, so trachte-ten alle dahin, ihnlw diesen Gesichtspunkt zu geben, undjeder glaubte, dadurch für sich selbst zu arbeiten.
Ginetti,