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Kardinal Barherini nahm. Bichi war nicht nachMazarins Herzen , weil er ihn, wie er es auch war,für zu fein und für seinen Feind hielt. Nach dieserErläuterung kann es Sie nicht mehr befremden, wiedie Faction einer mäÄtigen und glücklichen Krone un-ter solchen Umstanden nicht die Wichtigkeit hatte, diesie hätte haben sollen.
Noch klarer wird dies, wenn Sie auf die ersteFeder, welches alle diese übelgewählten oder vielmehrschlecht geordneten Triebräder in Bewegung brachte,einen Blick thnn. sionne war in Rom nur als einUnbedeutender Sekretär des Kardinal Mazarins be-kannt. Man hatte ihn zu den Zeiten des KardinalRichelieu als einen unberühmten Privatmann undnoch überdies als einen öffentlichen Spieler und Wol-lüstling gesehen. In der Folge hatte er zwar in denAngelegenheiten von Parma eine Art von Funktion inItalien verwaltet; aber diese Stelle war nicht bedeu-tend genug gewesen, um ihn, ohne Sprung, zu sei-ner jetzigen zu erheben; auch war seine Erfahrung nichtbewährt genug, um die Direktion eines Conclave, vonallen Geschäften unstreitig das schwierigste, zu über-nehmen.
In Staaten, die in blühendem Zustand sind,gehen Fehler dieser Art ziemlich häufig durch, weil dieUnfähigkeit solcher Subjekte durch die Ehrfurcht,welche ihre Gebieter einstößcn, ersetzt wird. Undnie hat ein Reich so viel auf diese Achtung vertraut,gls Frankreich zur Zeit des Kardinal MgzarinsStaatsverwaltung. Doch daß dies kein sichres Spielist, erfuhr es in gegenwärtigem Fall. jionne hatteweder Würde noch Talent genug, um unter allen die»sen gegen einander arbeitenden Triebrädern ein Gleichse-