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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
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haupteten Ruf von Kraft, eine Art von Ueberkegen-heit, die seinen Ruhm, im Contrast mit dem kneclui-,schen Wesen der andern Kardinäle in der Faction übepjene erhob. Bichi mußte, als em in den politischenHändeln gewandter und eingeweihter Mann, narür-lich hier einen großen Posten behaupten. Der Kardi-nal Antonio glänzte durch seine Freigebigkeit, so wieUrsini durch seinen Namen. Alle diese Umständekonnten eine Faction wichtig machen; und doch wares die französische nicht, weil andere Verhältnisse dqsGewicht der ersten aufhoben.

Grimaldi, welcher Mazarin so sehr, wie dieserihn haßte, handelte fast gar nicht; und dies um saweniger, da er mit Recht glaubte, Lionne vertraueihm das Gehei'mniß seines Hofes nicht. Est bebtemit all seinem Muth, weil der Marquis von Carase-ne gerade um diese Zeit mit der ganzen maylandischenArmee in Modena eindrang, und wagte es deshalbNicht, mit voller Kraft gegen Spanien zu handeln.Die MediciS waren, wie ich Ihnen schon gesagt ha-be, mit Ursini nicht entzweit; Antonio war wederscharfsinnig noch thätig, und man wußte überdies,daß er im Grund des Herzens an dem Kardinal Bar-berini hieng, welcher sehr schlecht mit dem französi-schen Hof stand. Lionne konnte kein volles Vertrauenzu ihm fassen, weil er nicht gewiß seyn konnte,, obnicht der Kardinal Barberini,der heute den für Frank-reich angenehmen Sachetti wollte, morgen aus einer;andern ihm unangenehmen fallen möchte. Aus ebendiesem Grund verminderte sich auch das Zutrauen,welches Lionne in den Kardinal von Est hätte sehenkönnen; denn auch von diesem war bekannt, daß eraus alter Freundschaft und wegen der Herzogin vonModena, seiner Nichte, stets viele Rücksicht auf den

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