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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
369
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klärtet, so uneigennützig, daß sie höchst erbaut vonihm waren. Er fand sich nie beiden Fenstern, woman frische Luft zu schöpfen pflegte, noch in den Cor-ridorS ein, wo gemeinschaftliche Spaziergänge ge-macht wurden. Stets war er in seine Zelle einge-schlossen, wo er sogar keine Besuche annahm. Ernahm von mir zwar einige Nachrichten ans, die ichihm wahrend der Stimmensammlung gab; aber dieArt, womit er sie üufnahm, schien mir stets so fernvon dem Verlangen nach der päbstlichen Würde daßich ihn bewundern mußte, und wenn sich je leichteSpuren davon zeigten, so waren sie so voll von ächtgeistlichem Sinn- daß die schwärzeste Bosheit keinanders Verlangen dabei hakte entdecken können, alsdas, wovon St. Paulus redet, wenn er sagt : czu!Üchiscopatnrrl cleliclerst, bornim opus ciesiciei-ar. Al-les was er mir sagte, war voll von Elfer für die Kir-che, und voll von Klagen, daß Rom die Schrift, dieConcilien und die Tradition nicht genu^ studirc. Erward nicht müde, mich von den Grundsätzen der Sor-bonne reden zu hören.

Doch da keiner seine Natur so ganz verhüllenkann, daß nicht etwas davon durchschimmern sollte;so konnte auch er sich nicht so ganz verbergen, daßich ihn nicht für einen Kleinigkeitssänger erkannt ha-ben sollte, und dies ist stets das Symptom nicht al-lein eines beschränkten Kopfs, sondern auch einer nie-drigen Seele. Als er einst von den Studienjahrenseiner Jugend sprach, erwähnte er, daß er zweiJahre lang mit Einer Feder geschrieben habe. Einebloße Kleinigkeit! aber da die kleinsten Sachen, wieich oft bemerkt habe, mehr Ausschluß über den Men-schen geben können, als seine größten Handlungen,so gefiel mir der Umiiand gar nicht. Ich sagte es dem Ab-V'KknkwürdiAiLA.Äy. Aa be