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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
365
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drückt war; und der Geist dieses Briefs zeigte unssogar, mehr als die Worte desselben, daß der Ge-sandte mit der Handlungsart der Medicis eben nichtzufrieden war. Wenn ich nicht irre, so war es Mon-signor Febey, der diesen Brief auffieng. Dieser Saa-me wurde sogleich mit vieler Sorgfalt gepflegt. DasEscaLron, welches wegen Borromeo, eines Maylän-dcrS und Aquaviva, eines Neapolitaners immereinrücksichtsvolles Betragen gegen den spanischen Gesand-ten beobachtete, vergaß nicht, ihn merken zu lassen,daß es wohl dem Dienst seines Königs und seinem eig-nen Vortheil als Gesandter zuträglicher wäre, wenner sich den Florentinern nicht so sehr Hingabe, undihren Grundsähen und Launen das Betragen einerKrone, für welche jedermann Ehrfurcht fühle, unter-ordnete.

Dieses Pulver erhitzte sich nach und nach itndfieng, zu seiner Zeit, Feuer. Daß die französischeFaction aus allen Kräften mit uns für Sachetti stimm-te, wissen Sie. Der Unterschied zwischen ihr und unswar, daß sie es blindlings that, und ihren Zweck zuerreichen hoffte; wir aber die fast untrügliche Aus-sicht hatten, nichts damit zu bewürken. Dies verirr-sachte, daß sie dabei keine hypothetischen Maasregelnnahm; wenn ich die Ueberlegung so nennen darf, waSzu thun sey, im Fall der Plan mit Sachetti mißglück-te. Da unser Entschluß nach diesem AuSgang, denwir beinahe für zuverlässig hielten, schon berechnet war,so dachten wir im voraus daran, die französische Fa-ction für jene Zeit zu schwächen, wo sie.uns wahr-scheinlich entgegen seyn würde. Ich gab ungekünsteltJean Charles einen Rath, den Kardinal Ursinizu verführen; womit es ihm leicht glückte. So ar-beiteten wir für einen Zweck, an welchen beide Factio-

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