Barben'ni mehr Glanz verliehen, als sie uns durch ih-re Kunstgriffe rauben konnten» Kardinal Casy, dervon Spanien unterhalten wurde — in jedem Sinnder größte Affe, den ich je gekannt habe — sagte mirhierüber einst, die lustigen Worte: „Ihr werdet uns„am Ende besiegen; denn wir bringen uns in üblen„Ruf, weil wir gern für die Tugendhafte gelten möch-„ten.^ So betrügt der Falsche zuweilen, aber nielange, wenn fähige Köpfe ihm begegnen. Ihre Fa-ction verlor in kurzer Zeit die öffentliche Meinung,;i concettn , wie man es dort zu nehmen pflegt, alsob sie das Gute wolle. Wir hingegen setzten unsbald in diesen Credit, da man den, wegen seinerSanftmuth beliebten Sachetti würkiich für einenMann von reinen und guten Absichten hielt. Aufder andern Seite benutzten wir die Schonung, welchedas Haus MediciS für den Kardinal Rasponi, habenmußte, ob es ihm gleich nicht zum Pabst haben woll-te, um im Publikum das Gerücht auszustreuen, siewollten „den Fuchs^ auf des h. Peters Stuhl brin-gen. Denn so nannte man diesen allgemein als Be-trüger bekannten Kardinal.
Diese Verhältnisse, zu denen sich noch einigeandere gesellten, welche hier zu weitläufig wären, ver-ursachten, daß die spanische Factivn wahrnahm, wiesie immer mehr verlor. Dieser Verlust war zwarnicht so groß, daß sie hätte fürchten müssen, wirwürden ohne ihre Beistimmung einen Pabst erwählen;aber da ihre Partei auS vielen Greisen, die unsrigemeist aus jungen Männern bestand, so befürchtetensie gleichwohl, daß die Zeit uns leicht günstig seynkönnte. Wir bekamen einen Brief vvn dem spannschen Gesandten an den Kardinal Sforce in unsreHände, worin diese Furcht ganz bestimmt ausge-drückt