ser Verwandschaft sogar mit Beschimpfung verlustiggeworden. Es war also niemand, der sich bei derWahl an die Spitze dieser Faktion hatte stellenkönnen.
Diejenigen, welche einander in diesem Zustandder Freiheit, wie man ihn mit Recht nennen kann,antrafen, waren: die Kardinäle Chigi, Lomelmi, Ot-tobvni, Impcriali, Aquaviva, Pio, Borromeo, Albri-gi, Gualneri, Azolini, Homodei, Cibo, OdeScalchi,Wivman, Aldobrandini. Zehn von diesen, nehmlichLomelini, Occoboni, Imperiali, Borrvmeo, Aquavwa,Pio, Gualtieri, Alörizi, Homodei, und Azolininahmen sich vor, ihre Freiheit zu benutzen, um daSKardinalöcollegium auf immer von dieser Gewohnheitzu befreien, wodurch die Stimmen, welche nur auf dieEingebungen des heiligen Geistes hören sollten, derErkenntlichkeit unterwürfig gemacht werden. Siebeschlossen, nur ihrer Pflicht Gehör zu geben, undbeim Eintritt zur Pabstwahl durch ein öffentliches Ge-lübde sich zu der größten Unabhängigkeit von Factio-nen und Höfen zu verpflichten. Da hingegen die spa-nische Partei damals, sowohl wegen Menge der Kar-dinäle als auch der dem Hause Medicis gehörigen Un«terthanen, in Rom die stärkste war, so war sie es auch,die am heftigsten gegen diese Unabhängigkeit des,,flie-genden Escadrons" eiferte. Dies war des Name,mit welchen man die eben genannten zehn Kardinalebelegte.
Diesen Moment, wo der Kardinal Jean Char-les von Medicis im Namen Spaniens öffentlich ge-gen diese Vereinigung auftrat, ergriff ich, um selbstein Mitglied von ihnen zu werden; doch that ich eSnicht ohne die nvthigen Rücksichten gegen Frankreich.Ich bat Signor Scotki, welcher ausserordentlicherNuntius gewesen und dem Hof noch angenehm war,
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