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sich dessen erinnern, was zu St. Sebastian und Vi-varos vorfiel, so werden Sie wissen, daß mein Plannicht war, in die österreichische Faktion zu treten. Ichwußte sehr gut, daß ein fremder von seinem Königch verfolgter Kardinal, an einem Ort, wo die allgemei-nen Rücksichten gegen gekrönte Häupter weit mächti-, ger sind als anderswo, — weil das Bedürfniß, ihnen
! nicht zu mißfallen, hier von jedermann dringender
gefühlt wird, — nur eine sehr mittelmäßige Figur spielt.
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Gleichwohl war es mir nicht allein wichtig, son-dern der Folgen wegen nothwendig, gewisse Maasre-geln zu nehmen, da in diesem Lande die Vorsicht ebenso ehrenvoll als nützlich ist. Deswegen befand ichmich, die Wahrheit zu sagen, diesmal sehr in Verle-genheit. Die Art, wie ich mich hier benahm, warfolgende.
Pabst Innocenz war ein großer Mann. Erwar auch bei der Wahl von Kardinälen stets sorgfäl-tig gewesen; und gewiß hatte er sich nur äusserst sel-ten betrogen. Signora Olimpia zwang ihn, durchdie Gewalt, welche sie über ihn hatte, ihren NeffenMaldachini, der noch em bloßes Kind war, mit die-ser Würde zu beehren; aber diesen einzigen ausgenom-men, kann man behaupten, daß alle andere würdigoder durch hinreichende Verhältnisse gewürdigt waren.Von den Meisten kann man sogar sagen, daß sie ihreWahl durch Geburt und Verdienste erhoben.
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Von ^diesen befanden sich nun alle, die nicht inVerbindung mit den Höfen standen, durch des PabstsTod in völliger Freiheit. Denn sein Neffe der Kar-dinal Pamphili hatte seinem Hut entsagt, um diePrinzessin Rossanne zu Heurathen, und der von SrHeiligkeit adoptirte Kardinal Astaly war nachher die-
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