eintreten sahen. Die Kardinäle von Est und Ur-siui giengen weg; der Kardinal Bichi aber blieb.
Scenen dieser Art thun eine unglaubliche Wür-kung für die, welche sie gut spielen, in einem Lande,wo man es, mehr als irgend anderswo, unverzeihlichsinder, sich betrügen zu lassen.
Bei des Pabstes Stimmung für mich, die soweit gieng, daß er mich sogar zu seinem Neffen anzu-nehmen gedachte, und bei seinem tödtlichen Widerwil-len gegen den Kardinal Mazarin, würde cs wahrschein-lich in kurzem noch ganz andre Auftritte gegeben haben,
wenn ihn nicht-drei Tage darauf eine Krankheit
befallen hätte, die ihm nach Verlauf von fünf WochenLas Leben kostete.
Alles was ich noch vor der Pabstwahl thunkonnte, war, meinen Schaden behandeln zu lassen.Nicolo mußte mir meine Schulter wieder einrichtenund sie deswegen zum zweitenmal aus den Gelenkenbringen; er verursachte mir unsägliche Schmerzen, ohneetwas dadurch zu bewürben. Der Pabst starb. Daich fast die ganze Zeit über im Bett gewesen war, be-hielt ich nur äußerst wenig Zeit, um mich auf das Con-clave vorzubereiten, das jedoch, allem Anschein nach,ein sehr verwickelter Zustand für mich werden sollte.
Der Kardinal von Est sagte laut: er habe vomKönig Befehl nicht mit mir umzugehen, ja mich sogarnicht zu grüßen. Der spanische Gesandte, Herzogvon Terra Nova hingegen, hatte mir von Seiten sei-nes Königs alle erdenkliche Anerbietungen gethan,wie auch der Kardinal von Harrach in des KaisersNamen. Der alte Kardinal von Medicis, Dechantdes Kardinalscollegium und spanischer Protektor hat-te mich persönlich iiebgewvnnen. Aber, wenn Sie
sich