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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
351
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schrieb er ferner, daß die Franzosen keine Fortschrittemachen würden, wenigstens ließen ihn die Knegsvec-stänvigen dies hoffen; denn da ich, waren dieWorte des Vicekönigs, nicht Soldat bin, somuß ich mich auf sie verlassen. Ein artigesBekenntniß für einen Vicekönig!

Der Großherzog that mir viele Anerbietungen,obgleich der Kardinal Mazarin, sogar im Namen deSKönigs, mit ihm zu brechen gedroht hatte, wenn ermich durch seine Staaten reisen ließe. Nichts konntelächerlicher seyn. Der Großherzog antwortete ihmdurch seinen Residenten, der mir es in der Folge bestä-tigt hat: er ersuche ihn um eine Erfindung, wie erdiese Weigerung dem Pabst und dem Kardinalscolle-gium annehmlich machen sollte! Von allen Anerbie-tungen des Großherzogs nahm ich nichts an als vier-tausend Thaler. Da ich durch den Abbe Charier wuß-te, daß in Rom noch kein Wechsel für mich war, glaub-te ich diese nöthig zu haben. Ich nahm sie auf meinWort, und bin sie dem Großherzog noch jetzt schuldig,weil ich ihn, auf sein Verlangen, im Verzeichniß mei-ner Gläubiger den letzten seyn ließ, da er gewiß der-jenige ist, der die Wiedererstattung am wenigstenbedarf.

Von Lambrosiano gieng ich nach Florenz, wo ichzwei Tage lang mit dem Kardinal Jean Charles vonMedicis und seinem Bruder, dem Prinzen Leopold,der in der Folge auch Kardinal ward, zusammen blieb.Sie gaben mir eine Sänfte des Großherzogs, diemch nach Siena brachte. Dort fand ich als Gou-verneur den Prinz Matthias. Die gefällige Behand-lung dieses Hauses, das in der That den Titel präch-tig, den einige geführt und alle verdient haben, beisich erblich gemacht har, ließ mir keinen Wunsch übrig.

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