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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
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über mehr als zweihundert Wagen voll Damen da, diemir unendlich viel Angenehmes erzeigten. Ich beant-wartete es wie einer der des Spanischen noch nichtmächtig ist *). Diese Kirche ist an sich schön, aberdie Zierrathen und Reichthümer derselben sind uner-meßlich, der Schaß derselben prächtig. Man zeigtemir einen Mann, der daS Anzünder, der sehr zahlrei-chen Lampen besorgte, und von dem man mir sagte,daß er sieben Jahr lang an der Thür dieser Kirche miteinem Bein gesehen worden scy. Ich sähe ihn mitzweien. Der Doyen und alle Canonici versichertenmir, daß sie und die ganze Stadt ihn so gesehen hät-ten, und wenn ich noch zwei Tage warten wollte, sokönnte ich dies Zeugniß noch von zwanzig lausendMenschen aus der umliegenden Gegend hören, die ihnwie die Stadtbewohner gesehen hätten. Er hatte,wie er sagte, sein Bein dadurch wieder erlangt, daßer sich mit dem Oel dieser Lampen geriehen. DasFest dieses vorgeblichen Wunders wird noch jährlich,unter einem unglaublichen Volkszulauf gefeiert, undcs ist wahr, daß ich noch eine Tagereise weit vorSarragoffa schon die Heerstraßen mit allen Klaffenvon Menschen übersäet fand, die dahin reisten.

Aus Arragonien kam ich nach Valencia, ein Land,welches nicht allein äußerst gesund, sondern auch demreizendsten Garten, den man sich denken kann, ähn-lich ist. Grenatbäumc, Orangen und jimvnienbäumefaßten die Heerstraßen ein ; die schönsten klaren Gewäs-ser dienen ihnen zu Kanälen; das ganze Feld ist mit ei-ner

*) Zoll, sagt: er that sein möglichstes um die Manierender Cavaliere getreu Nachnahmen. Memoiren att«Buch S. m.