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Die ganze Nacht vergieng uns unter den Sere-naden einer Menge verworrener Stimmen, welche Wie-der gegen die Franzosen sangen oder vielmehr heulten.Ich hielt es am folgenden Morgen für zweckmäßig,diesen Leuten durch unsre Fassung zu zeigen, daß wir unsnicht für Franzosen dieser Art hielten. Ich wollte also dasHaus verlassen, um in die Messe zu gehen, aber eineSchildwache an der Thür machte mich schnell umkeh-ren, indem sie mir ihre Flinte an Kopf hielt, und sag-te: er habe von dem Alcaden Befehl, mir in des Kö-nigs Namen zu befehlen, daß ich das Haus nicht ver-lassen sollte. Ich sandte nun Don Martin zu demAlcaden, damit er ihm meinen Namen sagen sollte»Dom Pedro begleitete ihn. Der Alcade kam sogleichzu mir. Er ließ seinen Stab an der Thür des Zim-mers zurück; ließ sich mit einem Knie zur Erde nieder,und küßte den Saum meines Kleides. Zugleich abererklärte er, daß er mich, ohne Befehl des Grafen vonSt. Estevonc, Vicekönigs von Navarre, nicht aus»gehen lassen dürfe. Dieser war in Pampelona; DomPedro gieng mit einem Stadtoffizier zu ihm, undkam mit vielen Entschuldigungen zurück. Ich erhieltfünfzig Musketiere zur Bedeckung, die auf Eseln sa-ßen und mich bis Cortes begleiteten.
Mein Weg führte mich durch Sarragosse, diegroße und schöne Hauptstadt von Arragonien. Ichwar im höchsten Grad überrascht, hier jedermann aufden Straßen französisch sprechen zu hören. Es giebthier würklich eine unendliche Anzahl Franzosen, be-sonders Künstler, die Spanien mehr lieben als dieEingebornen. Der Herzog von Monteleone, einNeapolitaner au§ dem Hause Pignatelli und Vicckö-nig von Arragonien, schickte mir drei oder vier Mei-len weit einen Edelmann entgegen, der mir sagte: er
würde